DAkkS-Vor-Ort-Kalibrierung von Durchfluss-Messgeräten

 

Sicherheit bei der Erfassung – Durchfluss-Messgeräte am Einbauort kalibrieren

Große Wärme- und Wasserzähler werden nach einer Erstkalibrierung auf dem Prüfstand häufig über Jahrzehnte ununterbrochen eingesetzt. Eine erneute Kalibrierung war bisher im eingebauten Zustand nicht möglich. Bestenfalls werden die Durchfluss-Messgeräte ausgebaut und auf einem Prüfstand rekalibriert. Damit sind eine Unterbrechung der Versorgung und hohe Kosten verbunden.

Die idealisierten Kalibrierbedingungen auf den Prüfständen weichen jedoch bedingt durch z. B. Temperaturversatz und strömungstechnische Einflüsse oft erheblich von den Betriebsbedingungen in der Praxis ab. Die tatsächlichen Messabweichungen der Geräte in der Einbausituation bleiben somit nach wie vor unbekannt und können zu großen wirtschaftlichen Auswirkungen sowie Beeinträchtigungen der Messgerechtigkeit führen. Genauere Messergebnisse ermöglichen die Aufdeckung von Einsparpotentialen bei der Netzoptimierung, die genauere Ermittlung von Kennzahlen  und eine Verbesserung der Energieeffizienz.

 

Gerechtigkeit bei der Abrechnung – Optische Vor-Ort-Kalibrierung unter Betriebsbedingungen

Die patentierte Messtechnologie (Mitinhaber ILA R&D GmbH) basiert auf dem bekannten opti­schen Messverfahren der Laser-Doppler-Velozimetrie (LDV). Dabei werden lokale Strö­mungsgeschwindigkeiten entlang eines oder ggf. mehrerer Messpfade entlang des Rohr­durchmessers (Geschwindigkeitsprofile) gemessen.

Der hierfür erforderliche optische Zugang zum Fluid wird unter Betriebsbedingungen mit Hilfe des Anbohrverfahrens (hot-tapping) und anschließendem Einsetzen eines optischen Fensters realisiert. Dieser Prozess ist sicherheits­technisch vom TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert. Die Messwerte des zu kalibrierenden Durchfluss-Messgerätes werden während der LDV-Messungen zeitlich hochaufgelöst erfasst.

Die Messabweichung des Durchfluss-Messgerätes wird durch Vergleich des mit der LDV-Methode ermittelten Volumenstromes und dem zeitlich gemittelten Wert des Prüflings während der Messzeit festgestellt. Durch ein messstellenspezifi­sches Messunsicherheitsbudget und die Kalibrierung der eingesetzten Prüfmittel ist eine Rückführung auf die nationalen Normale der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) gewährleistet.

 

Allseitige Vorteile  - Akkreditiert, rückführbar, unabhängig und ohne Versorgungsunterbruch

  • Kalibrierung vor Ort unter Betriebsbedingungen
  • Keine Unterbrechung der Versorgung während Vorbereitung und Durchführung der Kalibrierung
  • Rückführung auf die nationalen Normale der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) durch Kalibrierung der Prüfmittel und messstellenspezifisches Messunsicherheitsbudget
  • Höchste Qualität und internationale Anerkennung durch Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS)
  • Herstellerneutrale, unabhängige Kalibrierung.

 

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Einsatzgrenzen & Anwendungsgebiete - Ausgewählte Referenzen - Messunsicherheiten in der Praxis - Erfahrungen in der Praxis

Unsere Kalibrierstelle ist akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025
Zeitliche Veränderung der Fehlercharakteristik eines Durchflusssensors
Messprinzip der Volumenstrommessung
Beispielrechnung für Fernwärme

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Christoph Rautenberg

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